Der BWE informiert / BWE-Wissensdatenbank / Themen MNOP / Mieterhöhung

Mieterhöhung bis 20 % innerhalb von drei Jahren

Unter drei Voraussetzungen kann der Wohnraumvermieter, soweit er sich nicht mit seinem Mieter einigt, die Miete einseitig gemäß § 558 BGB anheben, nämlich

a) wenn die Nettomiete seit einem Jahr unverändert ist, Mieterhöhungen wegen baulicher Änderungen oder Erhöhung der Kapitalkosten zählen hierbei nicht,

b) der verlangte Mietzins Mieten in vergleichbaren Gemeinden, bezogen auf die letzten vier Jahre, nicht übersteigt und

c) der Mietzins sich insgesamt innerhalb von drei Jahren nicht um mehr als 20 % erhöht.

Diese Erhöhungsvorschriften gelten unverändert.

.

Mit einer Mieterhöhungswelle ist allerdings nicht zu rechnen. Zum einen sind die Vergleichsmieten, auf die sich der Vermieter berufen muß, in den letzten Jahren merklich geringer angestiegen, weiterhin bleibt es schwierig, die erforderlichen Vergleichswohnungen (wenigstens 3), die auch tatsächlich vergleichbar sind, in der geforderten Form (Baujahr, Lage, Größe, Ausstattung) beizubringen. Darüber hinaus werden auch wieder mehr bezahlbare Altbauwohnungen angeboten. Der Vermieter muß sich deshalb sehr genau überlegen, ob er mit seiner Mieterhöhung nicht eine Kündigung des Mieters provoziert und dann vor dem Problem steht, die Wohnung wieder neu vermieten zu müssen. Ob er dann den mit der Erhöhung der vorherigen Miete gewünschten Mietzins erreicht, ist fraglich.